Kikeriki – Wie Hühner wirklich sind“

Auf dem Bild sieht man das Buchcover des Buches KIKERIKI von Silke Bickelmann Zeichnung: Silke Bickelmann

„Wenn Kinder Tiere als fühlende Mitgeschöpfe erleben, entsteht Respekt – und daraus wächst später oft der Wunsch, sich für artgerechte Lebensbedingungen von Tieren und für Natur und Umwelt einzusetzen“, so die Autorin. Hühner werden oft auf ihren Nutzen reduziert – als Eierlieferanten oder Bestandteil von Speisen. Dieses Buch durchbricht dieses Bild. Silke Bickelmann erzählt in ihrem liebevoll gestalteten Kinderbuch vier wahre Geschichten von ihren Hühnern Ronja, Emilia, Lilli und dem stolzen Hahn Pedro. Die Geschichten sind voller Herz, Humor und Wissen und mitten aus dem Leben im heimischen Garten.

Die Leserinnen und Leser begleiten die Ankunft der Hühner in ihrem neuen Zuhause, erleben mit, wie Pedro in einer brenzligen Situation zum mutigen Retter wird und dürfen schließlich dabei sein, wenn Ronja Mama wird. Jede Episode spiegelt nicht nur den Alltag der Hühner wider, sondern sensibilisiert Kinder auf spielerische Weise für Tierwohl, Naturverbundenheit und Verantwortung. Mit stimmungsvollen Illustrationen, die die Autorin selbst gezeichnet hat, gibt das Buch liebevolle Einblicke in das kleine Paradies, das sie für ihre Tiere geschaffen hat.

„Kikeriki ist ein liebevolles Plädoyer für eine tierfreundlichere Welt. Ob für die Kita, das Kinderzimmer oder die naturpädagogische Arbeit. Das Buch schafft einen emotionalen Zugang zu einem oft übersehenen Tier und fördert Empathie und Achtung vor der Natur.

Fazit: Absolut Empfehlenswert.

 

Buchdetails:

Autorin: Silke Bickelmann

Verlag: Edition Schaumberg

Erscheinung: März 2025

80 Seiten, gebunden, ab 5 Jahren

Preis: 24 €

ISBN: 978-3-910306-18-9

 

 

Welttierschutztag 2024

Foto: Maltha

Zum Welttierschutztag am 04. Oktober organisierte sich in diesem Jahr ein Bündnis aus
verschiedenen Verbänden und Initiativen aus Natur-, Umwelt- und Tierschutz zu einer
gemeinsamen Protestaktion vor dem saarländischen Umweltministerium.

Start war um 11.00 Uhr vor der Congresshalle (Hafenstrasse 12) in Saarbrücken mit einer
Kundgebung.

„Leider gibt es auch im Saarland noch viel zu tun in Sachen Tierschutz“, so der Saarbrücker
BUND-Sprecher Ronald Maltha. „Daher werben wir als BUND hier und heute besonders für den
Tierschutz bei sogenannten Nutztieren“.

Laut BUND stehen hier im Saarland vor allem Legehennen im Fokus. Bundesweit auch
Schweine, denen ihre Ringelschwänze abgeschnitten, Kühe, die enthornt werden oder Geflügel,
bei denen Schnäbel geschnitten werden. Dies sind alles schmerzhafte und nicht mehr zu
tolerierende Maßnahmen, vor Allem in der Massentierhaltung. Auch die Anbindehaltung von Rindern ist hier im Saarland (und auch bundesweit) noch begrenzt möglich. Für ein Rind stehen dabei nur 2qm zur Verfügung.

„Wir fordern daher von der saarländischen Landesregierung eine starke Unterstützung für die
saarländischen landwirtschaftlichen Betriebe bei der Umstellung und dem Umbau von Ställen,
so dass kein Landwirt wegen höherer Anforderungen an den Tierschutz in seiner Existenz
gefährdet wird. Dieser Umbau muss möglichst allen Betrieben eine Perspektive bieten.
Ablehnen tun wir ausserdem die industrielle Massentierhaltung, wie sie aktuell für Legehennen in
Weiskirchen-Konfeld geplant ist", so der BUND Saarbrücken.

Bauernhöfe statt Agrarfabriken

Kühe sollen auf Wiesen weiden und Schweine im Stroh wühlen können. Das Futter soll gänzlich
aus der Region und größtenteils vom Hof selbst stammen. Es darf keine gentechnisch
veränderten Pflanzen und keine importierten Bestandteile enthalten.

Antibiotikaeinsatz

Der Antibiotikaeinsatz muss zukünftig auf einzelne, kranke Tiere beschränkt werden.
Die mit der Massentierhaltung verbundenen Umwelt-, Tierschutz und Gesundheitsprobleme
durch den massenhaften Einsatz von Antibiotika, sind eine nicht zu akzeptierende Gefahr für
Natur, Tier und letztendlich auch für uns Menschen durch resistente Bakterien“, so Maltha.

Mit einer Demo zogen die Vertreter der Verbände von der Congresshalle Saarbrücken
zum saarländischen Umweltministerium (Keplerstrasse 18) und forderten dort die
Politik zum Handeln für einen wirksamen, nachhaltigen Natur- und Tierschutz im Saarland auf.