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Ortsgruppe Saarbrücken

Aktion der BEG-Köllertal zur Eigenstromnutzung bei PV-Anlagen

Transparenz-TV mit Frank Farenski (rechts) interviewte Karl-Werner-Götzinger in Saarlouis zur Eigenstromverorgung. Die komplette Sendung sehen Sie mit einem Klick auf das Bild. Sendungsfoto: Transparenz-TV

Die BEG Köllertal organisierte gemeinsam mit dem YouTube-TV-Sender "transparenz-TV" und Mitgliedern des Klimaschutzbündnisses Saar eine Protestaktion in Saarlouis gegen neue Pläne zur Belastung bei der PV-Eigenstromnutzung. Frank Farenski ist Journalist und betreibt mehrere Kanäle im Internet zum Thema "Klimaschutz", z.B. https://www.transparenztv.com/

Die Sendung mit Frank Farenski kann hier auf youtube abgerufen werden: https://youtu.be/dsJYdLEpwrI

Sie können noch eine Botschaft an Wirtschaftsminister Peter Altmaier schicken (>>> MUSTERBRIEF HIER KLICKEN >>>)

  • Auch alle anderen Themen zum Klimaschutz (z.B. ÖPNV, Fahrrad-Verkehr, Elektromobilität, Windenergie, Speicher, Wärme, usw.) wurden diskutiert

Nähere Informationen:

 (Quelle: www.aktion-eigenstrom.net)

Günter Walle, Vorstandsmitglied der BEG Bliesgau und Netzwerkpartner im Klimaschutzbündnis Saar zum 52GW - Deckel.

52 GW-Deckel vernichtet tausende Arbeitsplätze !

Pressemitteilung von folgenden Mitgliedern des Klimaschutzbündnis Saar: • BEG Köllertal eG • BEG Bliesgau eG • BEG Hochwald eG • BWE Saar • BUND Saarbrücken • Fridays For Future Saarland • Parents For Future Saarland

Foto: Pixabay-Valentin J.-W

Wenn der Klimaschutz ernst gemeint ist und das Pariser Klimaschutzabkommen eingehalten werden soll, müssen in Deutschland die Erneuerbaren Energien nach Meinung führender Wissenschaftler um den Faktor 4-5 stärker ausgebaut werden als bisher.

Am 20.09.2019 beschloss die Bundesregierung ein Klimaschutzpaket, in dem auch die Maßnahme festgeschrieben wurde, den 52 GW-Deckel beim Photovoltaikausbau (PV) zu entfernen. Die Herausgeber fordern, diese Ankündigung nun auch umzusetzen. Die Obergrenze von 52 GW bedeutet faktisch einen Stop für den Ausbau der Photovoltaik in Deutschland, sobald diese Ausbaukapazität erreicht ist.

Bundeswirtschaftsminister Altmaier hat in der Vergangenheit mehrfach Termine genannt, bis zu denen der entsprechende Gesetzentwurf in den Bundestag eingebracht werden sollte. Im November, als der Bundesrat bereits einen Gesetzentwurf vorlegte, hieß es, bis Jahresende 2019 würde ein eigener Entwurf der Bundesregierung eingebracht. Im Februar nannte der Minister dann den 12. März 2020 als das entscheidende Datum.

Leider geschah bisher nichts. Dabei ist die Klimakrise nach wie vor aktuell. Das Ziel der Bundesregierung die Kohlendioxidemissionen um 55 % bis 2030 zu senken sowie die Kohleverstromung bis spätestens 2038 zu beenden, sind nur durch konsequentes Umsetzen bei den Erneuerbaren Energien erreichbar. Die Herausgeber fordern daher Minister Altmaier auf, im Sinne einer zukunftsfähigen Energieversorgung und des Erhalts zahlreicher Arbeitsplätze umgehend zu handeln. Als saarländischen Bundestagsabgeordneten sehen die Autoren Herrn Altmaier in der besonderen Verantwortung, seinen Einfluss dahingehend geltend zu machen, dass der bisher äußerst schleppend voranschreitende PV-Ausbau im Saarland forciert wird.

Nach den letzten Veröffentlichungen der Bundesnetzagentur stand der PV-Ausbau am 31.03.2020 bei 50,1 GW. In den ersten drei Monaten des Jahres 2020 erfolgte ein PV-Zubau von rund 1 GW. Damit ist der 52 GW-Deckel voraussichtlich in den nächsten 2 bis 3 Monaten erreicht und der PV – Ausbau wird zum Erliegen kommen.

Dies wirkt sich bereits jetzt bei den Planungsvorhaben aus, denn je näher der PV-Ausbau dem bedrohlichen Deckel kommt, umso weniger neue PV-Projekte werden überhaupt noch geplant. Auf dieser Grundlage droht neben den Corona-Verlusten ein weiterer Verlust von Arbeitsplätzen in der Photovoltaikwirtschaft, nachdem seit 2013 bereits mehr als 80.000 Arbeitsplätze in diesem Bereich durch eine kurzsichtige Klimaschutz- und Energiepolitik der Bundesregierung vernichtet wurden.

Die Verfasser fordern daher den saarländischen Bundesminister für Wirtschaft Peter Altmaier auf, seine Zusagen für den Klimaschutz einzuhalten und umgehend den 52 GW-Deckel zu beseitigen.

Der Worte sind genug gewechselt – wir wollen endlich Taten sehen !

Das Klimaschutzbündnis Saar ist ein Netzwerk, in welchem sich 14 Verbände und Organisationen im Saarland gemeinsam für den Klimaschutz einsetzen.

Weitere Informationen unter www.klimaschutzbündnis-saar.de

Klimaschutzbündnis Saar

Am 15.03.2019 hat sich das Klimaschutzbündnis Saar gegründet.

Ziel des Bündnisses ist es, gemeinsam mit saarländischen Verbänden, Vereinen, Initiativen, Bürgerenergiesellschaften und weiteren Akteuren die Klimaschutzmassnahmen im Saarland zu beschleunigen.

Laut dem internationalen Klimarat IPCC bleiben uns nur noch maximal 11 Jahre, Klimaschutzmassnahmen umzusetzen, um die Klimaschutzziele von Paris 2015 einhalten zu können.

In unserem Positionspapier, das am 06.05.2019 erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt wurde und fortlaufend aktualisiert wird, stellen wir Massnahmen und Möglichkeiten für das Saarland vor, um beim Klimaschutz voran zu kommen.

Pressekonferenz im Landtag vom 06.05.2019 Foto: Ronald Maltha

Klimaschutz schafft neue Arbeitplätze !

„Rehlinger warnt vor Abbau von Industrie wegen Klimaschutz“, so war es am 12.12.2019 auf der Titelseite der Saarbrücker Zeitung zu lesen und ist auch am 11.12. im Saarländischen Rundfunk berichtet worden.

Das Klimaschutzbündnis Saar sieht dagegen die neuen europäischen Klimaschutzziele, welche die Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen in Ihrer Strategie des GREEN NEW DEAL vorgestellt hat, als Chance zur Sicherung von Arbeitsplätzen auch in der saarländischen Stahlindustrie und im Maschinenbau.

Deutschland und auch das Saarland sind bereits in vielen Bereichen weltweit führend in der Umwelt- und Klimaschutztechnologie. In der saarländischen Stahlindustrie werden beispielsweise Grobbleche für Windkraftanlagen und Gezeitenkraftwerke hergestellt, die spezielle Voraussetzungen für den Einsatz im Meerwasser erfüllen müssen. Im Maschinenbau werden z.B. Meerwasser-Entsalzungsanlagen im Saarland für weltweite Kunden entwickelt und hier vor Ort komplett hergestellt. Diese Anlagen werden in Regionen exportiert, die bereits heute unter dem Klimawandel und zunehmender Trockenheit leiden. 

Die weltweite Nachfrage nach Umwelttechnik und Ressourceneffizienz bedeutet für den Technologie- und Industriestandort Saarland einen stetigen Zuwachs an Wertschöpfung und an Arbeitsplätzen. So lag der Greentech-Anteil am deutschen Bruttoinlandsprodukt 2016 bei 15 Prozent und wird nach Expertenmeinungen weiter massiv ansteigen. 

Auch die saarländische Regierung muss sich dieser Entwicklung stellen und den Übergang zum Green New Deal hierzulande gestalten. Dazu gehört einerseits, die Bestandsbetriebe bei der Umstellung zu unterstützen und auf dem Weltmarkt zu schützen. Andererseits gehört aber auch die Verbesserung der Rahmenbedingungen für Neuansiedlungen dazu.

Eine Großchance hat man diesbezüglich leider schon vergeben, als man es nicht schaffte, TESLAs Gigafactory 4 ins Saarland zu locken, obwohl Elon Musk im Juni.2018 twitterte, dass er einen Standort auf deutscher Seite im Saar-Lor-Lux – Raum sucht. Dieses 4 Mrd. Euro-Investment wird nun in Brandenburg gebaut werden. Dort sollen jährlich eine halbe Millionen E-Autos vom Band rollen, für die auch die erforderlichen Batterien direkt vor Ort gefertigt werden. Tausende Arbeitsplätze sollen so entstehen. Das ist das Gegenteil der von Frau Rehlinger befürchteten De-Industrialisierung – das sind die Chancen, die der weltweite Klimaschutz bietet.

Die Wissenschaft rechnet vor, dass die Welt ab Anfang 2019 noch ca. 720 Gigatonnen fossiles CO2 emittieren darf, wenn man das Pariser Klimaschutzabkommen einhalten möchte. Gelingt es nicht, die Budgetgrenze einzuhalten, drohen Europa steigende Meeresspiegel, Wetterextreme wie, Dürren oder auch Starkregen, und weltweit wachsende Flüchtlingsbewegungen. Seit Jahren beträgt die globale jährliche Emission fossilen CO2s ca. 40 Gigatonnen – Tendenz immer weiter steigend. Jeder kann sich somit leicht ausrechnen, dass in den nächsten Jahren massive Eingriffe zur Reduktion der fossilen CO2-Emissionen notwendig werden müssen, wollen wir die Welt für unsere Kinder bewohnbar erhalten.

Das Gute ist, dass die ganze Welt vor dem gleichen Problem steht. Niemand wird sich dieser gigantischen Aufgabe entziehen können. Das gilt auch für diejenigen, die am 15.12.2019 einen Erfolg der UNO-Klimaschutz-Konferenz in Madrid verhindert haben. Alle werden handeln müssen, denn es gibt keinen Planeten B, wie uns die Schüler bei ihren Fridays-for-future-Demonstrationen immer wieder auf Ihren Pappschildern vor Augen halten.

Gewinner werden diejenigen sein, deren Regierungen als erste die vom Menschen verursachte Klimakatastrophe als Tatsache wirklich akzeptieren und darum eigene fossile CO2-Emissionen kompromisslos reduzieren. Derartige politische Führung ist Voraussetzung, um CO2-vermeidende Technologien zu entwickeln und zum Einsatz zu bringen. Diese Gewinner werden sich einen entscheidenden Vorsprung vor den Klimaschutz-Nachzüglern erarbeiten und damit auch wirtschaftlich erfolgreich sein.

Darum fordert das Klimaschutzbündnis Saar die Landesregierung auf, den Schwerpunkt ihrer Wirtschaftspolitik zu verschieben: Weg von der angstdominierten Verteidigung unseres traditionellen Industrieerbes, hin zu mutiger zukunftsorientierter Klimaschutzpolitik. Unsere traditionelle Stahlindustrie wird sich verändern müssen. Der Landesregierung muss hierzu den Druck auf die Industrie bezüglich Vermeidung von fossilem CO2 aufrecht erhalten. Andererseits muss sie die Stahlindustrie beim Aufbau klimaneutraler Technologien unterstützen. Nicht zuletzt ist es auch die Aufgabe der Landesregierung die dann klimaschonende Stahlindustrie auf dem Weltmarkt vor unfairen Wettbewerbern zu schützen.

In diesem Sinn fordert das Klimaschutzbündnis Saar die Landesregierung auf, das Saarland zum Lieferanten der Welt für klimaneutrale Technologien zu machen und damit die Zukunft unserer Kinder sowohl klimatisch, als auch wirtschaftlich zu sichern.

Prof. Dr. Uwe Leprich (HTW Saarbrücken)

Christoph Hassel (Landesvorsitzender BUND Saarland)

Ronald Maltha (VCD Saarland)

Karl Werner Götzinger, (Bürger-Energie-Genossenschaft Köllertal eG)

 

Klimaschutzbündnis Saar begrüßt den Antrag der CDU / SPD-Fraktionen im Landtag und fordert die Inbetriebnahme der ersten zusätzlichen PV-Anlagen auf öffentlichen Gebäuden noch in 2019!

Grundlage der Pressemitteilung:
Landtag des Saarlandes, 16. Wahlperiode, Drucksache 16/836, 08.05.2019
Antrag der CDU- / SPD-Fraktionen: "Potenziale der Photovoltaik im Saarland ausschöpfen - Energiewende und Klimaschutz im Saarland konsequent voranbringen!"

Das Klimaschutzbündnis Saar (KSB Saar) erkennt an, dass der o.g. Antrag ein erster Schritt der saarländischen Politik hinsichtlich seiner Forderungen ist. Natürlich ist es richtig, sich die am einfachsten zu erfüllende Forderung - konsequente Belegung öffentlicher Gebäude mit PV-Anlagen - als erstes vorzunehmen.

Darüber hinaus müssen aber auch die weiteren Forderungen des KSB Saar bis zur Sommerpause in gleicher Weise angegangen werden!

Zur kompletten Pressemitteilung (PDF)

 

Besuch bei DILLINGER am 08.08.19

 (FOTO: SHS - Stahl-Holding-Saar)

Auf unserem Besuch erörterten wir die Klimaschutz-Möglichkeiten bei der Stahlindustrie.

TERMINE

31.01.20 - 16.00 Uhr Treffen im Haus der Umwelt Evangelisch-Kirch-Str. 8, 66111 Saarbrücken

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